Tagungen

Faust-Symposium IV

"Goethes ‚Faust‘ als Protagonist der Entgrenzung. Befunde und Analysen - Teil 4“.

​Tagung vom 4.-6. Mai 2017

Tagungsleitung und Konzeption: Prof. Dr. Marco Lehmann-Waffenschmidt

Die Internationale Faust-Gesellschaft ist zu Gast in Staufen im Breisgau. Das Symposium findet im Stubenhaus statt. 

​Tagungsprogramm

 

Faust-Symposium III

"Goethes ‚Faust‘ als Protagonist der Entgrenzung. Befunde und Analysen - Teil 3“.

Tagung vom 2.-4. Juni 2016

Tagungsleitung: Prof. Dr. Marco Lehmann-Waffenschmidt

Die Internationale Faust-Gesellschaft ist zu Gast in Staufen im Breisgau. Das Symposium findet im Stubenhaus statt. 

Tagungsprogramm

 

Faust-Symposium II

"Goethes ‚Faust‘ als Protagonist der Entgrenzung. Befunde und Analysen - Teil 2“.

Tagung vom 7.-9. Mai 2015

Tagungsleitung: Prof. Dr. Marco Lehmann-Waffenschmidt

Die Internationale Faust-Gesellschaft ist zu Gast in Staufen im Breisgau. Das Symposium findet im Stubenhaus statt.

Tagungsprogramm

 

Faust-Symposium I

“Goethes ‘Faust‘ als Protagonist der Entgrenzung. Befunde und Analysen”

Tagung vom 8.-10. Mai 2014 in Staufen i. Brsg.

Tagungsprogramm

Ein ausführlicher Tagungsbericht von Nikolaus Halmer ist beim ORF-Logo unter dem Titel "Goethes Faust als Global Player" erschienen.

 

Luther und Faust

Tagung vom 6.-8.11.2009 in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Akademie Baden in Bad Herrenalb

Unter die vielfältigen Aufgaben einer literarischen Gesellschaft rechnet die Pflege und Vermittlung ihres Gegenstandes. Entsprechend hat sich die IFG vorgenommen, den verschiedenen Bearbeitungen des Faust-Stoffes über die einzelnen Autoren wie Goethe und Thomas Mann hinaus nachzugehen. Im November 2009 konnte die IFG gemeinsam mit der Evangelischen Akademie Bad Herrenalb den politischen Vereinnahmungen der Faust-Figur und ihren Gemeinsamkeiten mit einem politisierten Luther-Bild auf den Grund gehen. Deutlich wurde dabei einmal mehr, dass Literatur mehr ist als unterhaltende Kurzweil: Wie sehr soziale Gemeinschaften nach Identifikationsfiguren verlangen, die sie in der Literatur finden, stellten die einzelnen Beiträge klar heraus.

Die theoretische Einführung in das komplexe Thema leistete der Beitrag von Prof. Dr. Peter Tepe (Düsseldorf), der den Mythos-Begriff erläuterte und seine Bedeutung für Politik und Ideologie verdeutlichte. Prof. Dr. Benedikt Jefling (Bochum) eröffnete den historischen Durchgang mit seinem Vortrag zum Volksbuch von 1587, in dem er neben Identifikationsbestrebungen vor allem eine scharfe Auseinandersetzung innerhalb der jungen protestantischen Theologie ausmachte. Dr. Michael Jaeger (Berlin), Präsidiumsmitglied der IFG, griff diesen Faden auf und zeichnete schlüssig nach, welche harsche Kritik Goethe in seinem Faust an der Moderne äußerte und wie zugleich diese Kritik von einer identifikationsbedürftigen Leserschaft radikal ausgeblendet wurde. Dass Faust auch einzelnen Dichtern zum Vorbild diente, verdeutlichte Prof. Dr. Hansgeorg Schmidt-Bergmann (Karlsruhe) am Beispiel Nikolaus Lenaus, der seine eigene grenzüberschreitende Poetik im Gegenstand seines Faust-Epos spiegelte. IFG-Präsidiumsmitglied Tim Lörke (Berlin) zeichnete die Faust- und Luther-Bilder im kulturkritischen Schrifttum der frühen Weimarer Republik nach und zeigte, wie die antidemokratische Haltung Spenglers oder Bertrams sich ihre Legitimität zu verschaffen suchte, indem sie sich von Luther und Faust herleitete. Der abschließende Vortrag von Dr. Silke Grothues (Wuppertal) konzentrierte sich auf Thomas Manns Luther- und Faust-Kritik und seine Faschismusanalyse.

Abgerundet wurde das Tagungsprogramm durch Torsten Beckers Lesung aus seinem Luther-Roman "Das ewige Haus". Im Kontext der Tagung ergaben sich dabei Fragen nach dem neuen Luther-Bild in der zeitgenössischen Literatur.

Die Tagung war ein großer Erfolg nicht nur für die IFG, sondern auch für die Evangelische Akademie Bad Herrenalb. Rund hundert Teilnehmer kamen zusammen, um im Anschluss an die Vorträge und während der gemeinsamen Mahlzeiten über Faust und Luther zu diskutieren. Die Beiträge werden im Faust-Jahrbuch dokumentiert.

Tim Lörke, Berlin